Grundschule mit ergänzender Tagebetreuung

Profil / Konzeptschwerpunkte

Die Grundschule am Montessori Campus am Tegeler Forst begleitet Kinder auf ihrem Weg zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und neugierigen Persönlichkeiten. Nach den Prinzipien Maria Montessoris schaffen wir eine Umgebung, in der Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in ihrem eigenen Tempo lernen, forschen und sich entfalten können.

Wir verstehen Schule als Lebensraum, in dem Lernen ganzheitlich, gemeinschaftlich und sinnstiftend geschieht. Die Kinder erleben sich als Teil einer sozialen Lernfamilie und werden in ihrer Individualität ebenso gestärkt, wie in ihrer Verantwortung für die Gemeinschaft.

Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Montessoripädagogik

Unser pädagogisches Handeln orientiert sich klar und eindeutig an den Entwicklungsbedürfnissen und Sensibilitäten der Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Darum fördern wir unter anderem täglich die Entwicklung der Abstraktions- und Vorstellungskraft sowie des moralischen Bewusstseins und nutzen das „Rausgehen“ (Going Out) als Bildungsschlüssel. Dabei umfasst das Montessori-Curriculum dder Grundschule die Inhalte des Berliner Rahmenlehrplans und greift viele Themen und Inhalte auf, welche weit darüber hinaus gehen.

Kosmische Erziehung

mct 5472Die Kosmische Erziehung verbindet alle Wissensbereiche zu einem großen Ganzen. Kinder entdecken ihren Platz im Kosmos und erkennen die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Natur und Kultur. Der Begriff „kosmisch“ bezieht sich dabei auf das antike, griechische Wort „kosmos“. das ein geordnetes Ganzes aus verschiedenartigen Teilen bedeutet und somit die Welt in ihrer Einheit und Harmonie beschreibt. Wir lernen in großen Zusammenhängen – mit Erzählungen, Darbietungen und Impulsen, die Staunen und Forschergeist wecken.

mct 5872Kinder der zweiten Entwicklungsstufe möchten die großen Zusammenhänge verstehen. Sie streben nach Wissen und erkennen durch die kosmische Erziehung, die konsequent in ganzheitlichen Zusammenhängen vermittelt, dass jedes Wesen eine kosmische Aufgabe hat. Wir nutzen das Staunen als Zugang zur Welt und bringen die Kinder ihrer kosmischen Aufgabe als Mensch näher: die Pflege und Gestaltung seiner Umgebung.

Teilhabe aller – Vielfalt als Stärke

25ecef31 adbe 4524 85cf f3b8d4cfb8c9 (1)Wir verstehen unsere Schule als einen Ort, an dem alle Kinder unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder Lebensumständen aktiv am gemeinsamen Lernen teilhaben können. Durch eine inklusive Haltung, individuelle Begleitung und eine vorbereitete Umgebung schaffen wir Voraussetzungen, die es jedem Kind ermöglichen, sich als wertvollen Teil der Gemeinschaft zu erleben und seine Potenziale zu entfalten.  

Naturverbundenheit

7a45a56c 20c4 46de ac1f a1f552d9808e 1 201 aUnser Standort liegt eingebettet zwischen Stadt, Wald und See – ideale Bedingungen für Naturerfahrungen. Die Lerngruppen erkunden regelmäßig den Wald, und auch auf dem Schulhof ist die Natur präsent: Hier summen Insekten, manchmal schauen Fuchs, Eichhörnchen oder Waschbär vorbei. Am Ende des Schulhofs stehen Bienenkörbe, die von den Jugendlichen der Sekundarstufe betreut werden, aber auch immer wieder das Interesse der Grundschulkinder wecken.mct 5848
Ein besonderes Highlight ist Lesehund, der Kinder beim Lesen unterstützt. Außerdem können interessierte Lerngruppen die Pflege unserer Kaninchen und Meerschweinchen im Außengehege übernehmen – Verantwortung lernen und mit den Tieren in Kontakt treten.

Tiergestützte Pädagogik/ tierethische Bildung

Als naturnaher Bildungsort begleiten unseren Alltag eine Vielzahl von Tieren, deren Lebensraum wir achten und schützen. Dafür beobachten und erforschen wir mit den Kindern ihre Lebensweise und vereinbaren Regeln u.a. mit den Füchsen, Waschbären, Eichhörnchen und Insekten auf dem Gelände. Gleichzeitig üben wir das bewusste Zusammenleben mit Tieren als Nutztiere. Unsere Bienen auf dem Hof, produzieren regelmäßig Honig für uns. Außerdem haben wir Tiere im gezielten Einsatz, um die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder im pädagogischen Alltag zu unterstützen. Die Tiere wirken beruhigend, stärken das Einfühlungsvermögen und fördern Verantwortungsbewusstsein. Sie bieten insbesondere Kindern mit besonderen Bedürfnissen wertvolle Beziehungserfahrungen.

Gebäude / Räume

Die Grundschule befindet sich am Campusstandort in Tegel, gemeinsam mit dem Kinderhaus Tegel und der Sekundarstufe.
Der Containerkomplex bietet helle, strukturierte und ästhetisch gestaltete Lernräume, die den Bedürfnissen der Kinder in der zweiten Entwicklungsstufe (6–12 Jahre) entsprechen.

Jede Lerngruppe verfügt über einen eigenen Raum mit vollständigem Montessori-Material. Die Räume sind bewusst reduziert gestaltet, um Klarheit und Konzentration zu fördern. Alle Materialien sind so angeordnet, dass die Kinder selbstständig darauf zugreifen können – ein zentrales Prinzip der Montessori-Pädagogik.

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Die Experimentierecken sind umfassend ausgestattet, um vielzählige Experimente durchzuführen und die Beobachtungen festzuhalten.

Außerdem gibt es vielfältige Materialien für Musik und Kunst, die aktiv genutzt werden können. Im Raum finden regelmäßig kreative Prozesse statt: Kinder musizieren mit Instrumenten, experimentieren mit Klängen und Rhythmen oder gestalten eigene Kunstwerke mit Farben, Ton und anderen Materialien.

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Der Außenbereich bietet vielfältige Möglichkeiten für Bewegung, Naturbeobachtung und tiergestützte Angebote.

Alltag und Struktur

Der Alltag in der Grundschule am Montessori Campus am Tegeler Forst ist geprägt von einem klaren, verlässlichen Rhythmus, der den Kindern Sicherheit und Orientierung bietet – und zugleich Raum für individuelle Entfaltung lässt. Die Kinder erleben ihren Tag als sinnvollen Wechsel aus konzentrierter Arbeit, gemeinschaftlichem Miteinander und naturnahen Erfahrungen.

Öffnungszeiten für die Grundschulkinder: Montag bis Freitag, 6:00 – 18:00 Uhr im Rahmen des offenen Ganztages

Kernzeiten für den Unterricht

Jahrgänge 1/2: Mo-Fr: 8 – 14 Uhr
Jahrgänge 3/4: Mo: 8-15 Uhr, Di-Fr: 8-14 Uhr
Jahrgänge 5/6: Mo/ Mi: 8-15 Uhr, Di, Do, Fr: 8-14 Uhr

Diese Kernzeiten sind geprägt von

Soziales Lernen in der Gruppe

Die altersgemischten Lerngruppen (Jahrgänge 1–3 und 4–6) bieten vielfältige Möglichkeiten für Kooperation, gegenseitige Unterstützung und das Erleben von Gemeinschaft. Konflikte werden gemeinsam gelöst, Regeln reflektiert und Verantwortung übernommen.

4 Stunden-Freiarbeitsblöcke von 08 bis 12 Uhr

Wenn kein Fachunterricht ansteht, haben die Kinder die Chance, sich den ganzen Vormittag in ihre Aufgaben zu vertiefen. Die Kinder erhalten in dieser Zeit Darbietungen mit Montessori-Materialien in ihrer vorbereiteten Umgebung. Sie wählen ihre Folgeaufgaben selbstständig, lernen in ihrem eigenen Tempo und werden dabei von den Pädagog*innen individuell begleitet. Die Freiarbeit fördert Konzentration, Selbstverantwortung und intrinsische Motivation.

Fachunterricht

In den Bereichen Sport, Englisch sowie Musik und Kunst (je nach Lerngruppe) erhalten die Kinder gezielte Impulse, die ihre Ausdrucksfähigkeit und ihr Körperbewusstsein stärken.

„Going Outs“ und „Coming Ins“

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Die Kinder organisieren selbstständig kleine Exkursionen, um Lerninhalte in der realen Welt zu vertiefen. Wir laden aber auch Expert*innen in unsere Gruppenräume ein, um Wissen und Erfahrungen aus erster Hand zu erhalten. Diese Formate fördern Neugier, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Individuellem Frühstück und gemeinsamem Mittagessen in der Gruppe

Die Frühstückszeit kann von den Kindern individuell gewählt werden, das Mittagessen findet in der Gruppe in der Mensa statt – gesund, kindgerecht und in Bioqualität. Die Mahlzeiten sind nicht nur Versorgung, sondern auch soziale Rituale, die Gemeinschaft und Achtsamkeit stärken.

Ergänzende Tagesbetreuung (ETB)

Unser ETB (Hort) ist die natürliche Fortsetzung des Montessori-Alltags, den die Kinder bereits in der Schule und viele schon in der Kita erleben. Auch hier gibt es kleinere Darbietungen, kleine „Geschichten in der Geschichte“, etwa bei der gemeinsamen Vesper oder in praktischen Tätigkeiten. Dazu gehören handwerkliche Erfahrungen wie: Wie nähe ich ein Buch? Wie entzünde ich ein Feuer? Wie baue ich einen Ofen? So führen wir die Montessori-Pädagogik nach Schulschluss konsequent weiter. Fachliche Themen werden dabei in den Alltag eingebettet: Geometrie zeigt sich etwa beim Erkunden von Winkeln oder beim Bau von Brücken. Rechnen und Schreiben entstehen aus echten Situationen, wenn Kinder für den Hort einkaufen gehen (Going Out), Preise vergleichen, Listen erstellen oder Pläne schreiben. So wird Lernen konkret, erfahrbar und sinnvoll. Eine besondere Ergänzung ist dabei, dass im Hort Kinder aller Altersgruppen zusammenkommen. Jüngere lernen von Älteren, Ältere übernehmen Verantwortung, und es entstehen wertvolle Verbindungen – sowohl zur Sekundarstufe als auch zur Kita. So entsteht ein lebendiger Ort, an dem sich Kinder über Altersgrenzen hinweg begegnen, voneinander lernen und gleichzeitig ihre eigenen Wege gehen können. Unser ETB (Hort) ist eine vorbereitete Umgebung, die den Kindern nach dem Unterricht Raum gibt, selbstbestimmt, frei und im eigenen Tempo tätig zu sein. Grundlage ist das Montessori-Prinzip das wir schon im Kinderhaus finden und was zum Übergang in die nächste Stufe sicher verankert sein muss: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Ziel ist es, die individuelle Entwicklung jedes Kindes zu fördern, Selbstständigkeit zu stärken und gleichzeitig wertvolle soziale Erfahrungen in der Gruppe zu ermöglichen. Damit dies gelingt, übernehmen die Lernbegleiter*innen die Verantwortung, dass der Hortalltag geordnet, sicher und zugleich frei gestaltet ist.

Ansprechpartner*innen

Unsere Lerngruppen bestehen aus altersgemischten Gruppen der Jahrgänge 1–3 und 4–6 mit jeweils ca. 24 Kindern. Begleitet werden sie von einem multiprofessionellen Team:

Schulleitung Grundschule

Stellvertretende Schulleitung Grundschule

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Sina Häring

Stellv. Schulleitung Grundschule – Leitung Inklusion

Koordination ergänzende Tagesbetreuung

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Annette Jurisch

Koordination ergänzende Tagesbetreuung

Team der Grundschule und der ergänzenden Tagesbetreuung​

  • Aileen Rodewald
  • Alexandra Gentner
  • Alyson Dietze
  • Björn Gundermann-Brunner
  • Can Kayaci
  • Emily Massling
  • Gabriel Gebele
  • Gabriela Langhein
  • Gordon Bieske
  • Gyongyi Seres
  • Ibrahim El-Ahmad
  • Jana Blehe
  • Julia Ipfelkofer
  • Lucie Streicher
  • Marlène Lemke
  • Martina Nicht
  • Matthias Friesen
  • Robin Wings
  • Ronit Back
  • Sabrina Boltje
  • Sigrid Zorn
  • Simone Ruppelt
  • Vivien Schildborn

Termine, Jahrespläne, Hinweise

  • Elternarbeit, Entwicklungsgespräche, Zeugnisse: Wir planen im Jahr zwei Elternabende, in denen über die Arbeit in der Gruppe informiert wird. Außerdem bieten wir regelmäßig Elternworkshops an, um unsere Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern zu stärken. Einen besonderen Stellenwert nehmen hier die Übergänge aus dem Kinderhaus in die Grundschule und aus der Grundschule in die Sekundarstufe ein. Jeweils zum Halbjahr geht es um die individuelle Entwicklung des Kindes und die Bezugspädagogen und Bezugspädagoginnen laden zum Halbjahresgespräch ein. Eine Rückmeldung zur Lernentwicklung erfolgt in allen Jahrgangsstufen über ein Kompetenzraster.
  • Feste & Feiern: Bücherbasar, Weihnachtsmarkt, Sommerfest
  • Lernrückmeldung: Halbjahresgespräche mit Kompetenzraster, Jahresbrief mit individueller Lernentwicklung
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